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Editorial April 2026

Scherben bringen Neues

Vielerorts war der Winter endlich einmal wieder richtig kalt und auch schneereich. Eine Schneedecke hilft bekanntermaßen empfindlichen Pflanzen durch frostige Nächte – dennoch dürfen wir gespannt sein, welche davon diesen Winter nicht überlebt haben.

von Martin Staffler erschienen am 30.03.2026
Porträt Martin Staffler (Verantwortlicher Redakteur „Gartenpraxis“) © Martin Staffler
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In meinem Garten hat es vor allem einige Töpfe zerschossen, die in den vergangenen Jahren problemlos draußen überdauert haben. Nun gut, da freuen sich die Gartencenter über meinen Besuch. Von meinen Pflanzenexperimenten, wie der ausgepflanzten Olive, der Stein-Eiche, der Zimmeraralie und verschiedenen Zistrosen, scheint das meiste am Stuttgarter Stadtrand durchgekommen zu sein. Ob der Reispapierbaum wieder austreibt, muss ich noch abwarten. Ansonsten ist es ein Trost, dass derartige Winter nur selten vorkommen. Der letzte, der noch deutlich kälter war, war der Winter 2010/11. Tatsächlich war der aktuell vergangene im Mittel sogar wärmer als die der Vergleichsperiode 1991 bis 2020. Dafür gilt er allgemein als sonnig und trocken. Sind jetzt die Versuche, Pflanzen des mediterranen Raums auszutesten, passé? Sicher nicht. Vielmehr lohnt der Blick darauf, welche Arten einen Winter wie den vergangenen doch noch überstehen, oder solche Ökotypen auszumachen, die mit extremen Bedingungen alle paar Jahre oder Jahrzehnte besser zurechtkommen.

Obwohl die meisten Eukalyptus-Arten aufgrund ihrer geringen Frosttoleranz in unseren Breiten nicht überdauern, werfen wir in der April-Ausgabe ab Seite 28 einen Blick auf diese besondere Gattung. Denn sie hat es geschafft, nahezu einen gesamten Kontinent mit seinen verschiedenen Lebensräumen zu besiedeln. Zudem begeistert sie mit ihren stark aromatischen Blättern.

Gut geeignete Dauerblüher für unsere Gärten und Parks sind hingegen die frostharten Fingersträucher, die gerade umfangreich getestet wurden (ab Seite 8).

Viel Freude im Garten!

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