Wie war es vor 100 Jahren?
Die Gartenwelt im Jahr 1926
Der Erste Weltkrieg war gerade überwunden, an den Zweiten Weltkrieg noch nicht zu denken – so war 1926 eine Zeit des Aufschwungs auch der Gartenkultur.
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Für Deutschland sah es im Jahr 1926 gut aus: Es schließt mit der UdSSR einen Freundschaftsvertrag, wird in den Völkerbund aufgenommen, Stresemann erhält den Friedensnobelpreis, der Gardeners’ Chronicle lobt die deutsche Irissorte ‘Flammenschwert’, und Robert Zander wird beim Reichsverband des deutschen Gartenbaues angestellt, um Ordnung in die Nomenklatur zu bringen. Der „Gesundung“ des deutschen Volkes durch Hausgärten, wie sie Harry Maaß und andere beschworen, stand scheinbar nichts mehr im Wege. Liddy Koopmann, Maaß’ spätere Ehefrau, betonte den Wert des Gartens für das „gesunde Heranwachsen“ der Kinder. Der Gärtnerstand allerdings sah sich am Abgrund. Ausländische Ware flutete den Markt, Personal war zu teuer. „Kauft deutsche Blumen“,...


